Vier Fragen an Lena Teichmann

Veröffentlicht von Angelina Niederprüm am 10.09.21 14:30

Vor wenigen Tagen begann für 25 Auszubildende und duale Studierende die Ausbildung 2021 der GEBHARDT academy. In den nächsten drei Jahren erhalten die Nachwuchskräfte in den verschiedensten Ausbildungsberufen und Studiengänge Einblick in den Arbeitsalltag des Sinsheimer Maschinenbauers. Lena Teichmann, Ausbildungsleitung der GEBHARDT Intralogistics Group, startet schon jetzt mit der Kandidatenauswahl für das Ausbildungsjahr 2022. Was die Ausbildung bei GEBHARDT so besonders macht und welche Voraussetzungen an die Bewerber gestellt sind, erzählt sie uns in der neuen Ausgabe „Vier Fragen an …“

 

Die Ausbildung bei GEBHARDT zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Nachwuchskräfte über mehrere Wochen hinweg in verschiedenen Abteilungen einen Einblick erhalten und nicht nur einem Bereich angehören. Wieso ist das so und welche Vorteile ergeben sich daraus?

Teichmann: Durch das Durchlaufen der unterschiedlichen Abteilungen gewähren wir unseren Auszubildenden und Studierenden einen ganzheitlichen Einblick in unsere Prozesse und die internen Abläufe bei GEBHARDT. Sie lernen das Tagesgeschäft innerhalb der einzelnen Abteilungen kennen und können sich darüber hinaus mit aktuellen Problemstellungen über Abteilungsgrenzen hinweg beschäftigen und in Eigenverantwortung Lösungsvorschläge ausarbeiten. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kolleg*innen ermöglicht ihnen hierbei eine differenzierte Sicht und trägt zu einem abteilungsübergreifenden Gesamtblick bei. Am Ende ihrer Ausbildung bzw. ihres Studiums wissen unsere Auszubildenden und Studierenden genau, wie die Fa. GEBHARDT aufgebaut ist und verstehen die Zusammenhänge des Unternehmensgeschehens. Einen so tiefen Einblick erhalten die wenigsten Kolleg*innen, die von Anfang an fest einer Abteilung angehören.

Außerdem lernen unsere Studierenden und Auszubildenden somit viele interne Ansprechpartner*innen kennen, wodurch sich das Zugehörigkeitsgefühl stärkt, und der Zusammenhalt gefördert wird.

Was auch ein großer persönlicher Vorteil für unsere Studierenden und Auszubildenden darstellt, ist die Tatsache, dass sie sehr viel über sich selbst erfahren können. Was macht mir besonders viel Spaß? Wo liegen meine Stärken? Kann ich mir das für die Zukunft vorstellen? Und mit diesen Erkenntnissen können wir dann arbeiten, um sie bestmöglich für die Zukunft vorzubereiten und ihnen die Kenntnisse vermitteln, welche sie dann später für die Position benötigen, die ihnen zusagt.

 

Wieso denkst Du sollten sich Bewerber für eine Ausbildung oder ein duales Studium bei uns entscheiden?

Teichmann: Wieso sollten sich die Bewerber für uns als Ausbildungsunternehmen entscheiden? Zum einen sind wir ein toller, zukunftsfähiger Arbeitgeber in einer sehr interessanten und agilen Branche. Bei uns kann man sich selbst einbringen und die Zukunft des Unternehmens mitgestalten. Zum anderen legen wir sehr viel Wert auf die Ausbildung der eigenen Nachwuchskräfte. Das wird den Studierenden und Auszubildenden auch von Anfang an gezeigt – wir bilden hier aus, um zu übernehmen. Ich selbst habe vor knapp sechs Jahren mein duales Studium im Bereich Industrial Management absolviert und kann hier aus eigener Erfahrung sprechen.

Was uns ebenfalls auszeichnet, sind vor allem die verantwortungsvollen Aufgaben und die Einblicke, welche man schon während des Studiums oder der Ausbildung erhält. Man hat nie das Gefühl, allein zu sein – sei es in der Bewältigung von Arbeitsaufgaben oder auch in Hinblick auf das gemeinsame Miteinander. Es ist immer jemand vor Ort, der die Studierenden und Auszubildenden an die Hand nimmt und das eigene Know-how teilt.

Dieses zieht sich durch das gesamte Unternehmen. Um einmal ein Beispiel zu nennen: Gerade unsere Auszubildenden im gewerblichen Bereich lernen von erfahrenen Meistern in eigens eingerichteten Lehrwerkstätten und haben somit die optimalen Lernvoraussetzungen.

Uns ist es auch sehr wichtig, dass von Anfang an Kontakte geknüpft werden und sich die Studierenden und Auszubildenden untereinander kennenlernen können. Zum einen innerhalb des neuen Jahrgangs, aber auch mit Jahrgängen, die schon etwas weiter sind. Das verwirklichen wir beispielsweise mit unserem GEBHARDT-Patenprogram oder auch den jährlichen GEBHARDT academy Ausflügen mit allen Jahrgängen gemeinsam.

Außerdem versuchen wir jedes Jahr aufs Neue einen angenehmen Übergang von der Schulzeit in das anstehende Berufsleben zu schaffen. Hierfür gibt es bei uns den Begrüßungstag, welcher jedes Jahr stattfindet. Darüber hinaus haben wir innerhalb des ersten Monats mehrere Seminare und Einführungsveranstaltungen, um die Studierenden und Auszubildenden bestmöglich auf alles, was auf sie zukommt, vorzubereiten und ihnen den Start bei GEBHARDT so angenehm wie möglich zu gestalten.

 

Der Fachkräftemangel lässt sich auch in unserer Branche spüren. Welche Vorteile bringt hier die GEBHARDT academy?

Teichmann: Der Fachkräftemangel ist auch in unserer Branche deutlich spürbar. Vor allem im Bereich der Elektrotechnik, Angewandten Informatik oder auch bei Fachkräften in der Produktion gestaltet sich die Suche nach neuen Mitarbeitenden schwierig. Das kommt unter anderem auch daher, dass wir hier in der Region einige große Player in unmittelbarer Umgebung haben.

Durch die GEBHARDT academy haben wir die Möglichkeit, in Zukunft benötigtes Fachpersonal selbstständig auszubilden und zu formen. Wir können innerhalb der Personalplanung spezifisch auf unsere zukünftigen Anforderungen reagieren und exakt die Mitarbeitenden bereitstellen, welche wir in den nächsten drei bis vier Jahren benötigen. Hier ist es auch wichtig, die aktuellen Gegebenheiten auf dem Arbeitsmarkt bzw. unseren zukünftigen Bedarf genau zu analysieren, um somit bestmöglich aufgestellt zu sein und die Führungskräfte von morgen ausbilden zu können.

 

Du bist seit Anfang des Jahres Ausbildungsleitung. Wie können wir uns die Ausbildung unter Deiner Leitung vorstellen – was sind Deine Ziele?

Teichmann: Das ist eine gute Frage (lacht). Mir ist es sehr wichtig, dass sich die Auszubildenden und Studierenden immer ernst genommen fühlen und zu mir kommen können, egal was sie beschäftigt. Gemeinsam mit ihnen und mit ihrem Feedback möchte ich die Ausbildung bei uns noch weiter optimieren und die Zeit bei uns so lehr- und abwechslungsreich wie möglich gestalten.

Was mir persönlich auch ein Anliegen ist, sind Prozessoptimierungen und das Einführen neuer Systeme, um das Ausbildungsmanagement smarter zu gestalten. Ein großer Schritt war hier für uns ein neues Ausbildungsmanagementtool, welches wir zu Beginn des Ausbildungsjahres einführen konnten. Unsere Auszubildenden und Studierenden erhalten nun online ihre Ausbildungspläne, werden automatisiert über Änderungen informiert, können ihre Berichtshefte online erstellen und abzeichnen lassen sowie Feedback digital ausstellen und erhalten.  

Außerdem möchte ich, dass die Auszubildenden und Studierenden sich bei uns selbst verwirklichen und genau den Bereich für sich finden können, in welchem sie aufgehen. Sie sollen gemeinsam mit uns ihre gesteckten Ziele erreichen können und uns in Zukunft mit ihrem Können unterstützen sowie das Unternehmen GEBHARDT weiter voranbringen.

 

Kategorien: Insider, Duales Studium, Ausbildung, GEBHARDT academy, Zukunft, Verantwortung, Beruf, Expertenwissen, Organisation, Prozessoptimierung, Ausbildungsleitung, Ausbildungsmanagement

 

 

 

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Lena Teichmann, Ausbildungsleitung

 

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